TEAMDas Team von Mama Afrika e.V. ist in den letzten beiden Jahren stetig gewachsen. Hadja Kitagbe Kaba, bislang Vorstandsmitglied, kann sich nun endlich wichtigeren Aufgaben widmen. Als Gründungsmitglied und Expertin zum Thema FGM (Female Genital Mutilation - Weibliche Genitalverstümmelung) bleibt Hadja Kaba weiterhin zentrales Organ des Vereins und wird sich als Referentin FGM verstärkt um Aufklärungs- und Bildungsprojekte kümmern. Für Betroffene aus Guinea und Deutschland bleibt sie weiterhin wichtigste Ansprechpartnerin und für alle anderen die "Seele des Vereins". Das Team von Mama Afrika in Berlin und unserer Vertretung in Stuttgart
![]() Hadja Kitagbe KabaGründungsmitglied & Referentin FGMHadja Kitagbe Kaba wurde 1955 in Kankan (Guinea, Westafrika) geboren, wo sie bis 1975 lebte. Nach dem Abitur studierte sie zunächst an der Universität in Conakry, danach Licence AES (Administration Economique et Sociale) in Frankreich ((Paris X Nanterre). Tätigkeit seitdem in verschiedenen Berufen, hauptsächlich das Leben und die Kultur Afrikas betreffend. Hadja Kaba lebt seit 1985 mit ihren vier Kindern in Berlin. In dem von ihr im Jahr 2000 gegründeten Verein Mama Afrika e.V. engagiert sie sich heute für die Integration von Afrikanern in Deutschland und unterstützt Mädchenprojekte in Guinea. Das sind insbesondere Projekte zur Aufklärung über die Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung. „Ich bin in Kankan / Guinea geboren und damit in einem Land aufgewachsen, in dem die Frauenbeschneidung Teil der Kultur ist. Da Frauenbeschneidung in Guinea ein Tabu-Thema ist, kennt kaum einer die gesundheitlichen Folgen der Beschneidung beziehungsweise erkennt die Beschneidung nicht als die Ursache diverser Erkrankungen. Mein Aufenthalt in Europa hat mich gelehrt, dass die Beschneidung von Frauen eine Körperverletzung ist und abgeschafft werden muss." ![]() Albert PremerGeschäftsführender VorstandAlbert Premer wurde 1976 in Wien geboren. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsingenieurwesen an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Seit 2004 lebt und arbeitet Albert Premer in Berlin, derzeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung an der Beuth Hochschule für Technik. „Durch mein Engagement bei Mama Afrika e.V. kann ich einen Teil meiner Freizeit einer wirklich wichtigen Sache widmen. Da ich das Glück habe, ein Leben ohne grundlegende Ängste wie Krieg, Hunger oder Unterdrückung leben zu können, fühle ich mich verpflichtet Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht. Aus meiner Sicht trägt Mama Afrika e.V. dazu bei, das Leben afrikanischer Frauen und Mädchen von der Last der körperlichen Verstümmelung und ihrer Negativfolgen zu befreien. Zudem stärkt unsere Arbeit vor Ort in Guinea das Selbstbewusstsein der Frauen und gibt so Impulse in Richtung einer Gleichberechtigung von Mann und Frau." ![]() Ava NaiteVorstandAva Naite wurde 1988 in Berlin geboren. Ihre Mutter ist Deutsche, ihr Vater stammt aus Guinea. Ava Naite ist staatlich anerkannte Veranstaltungskauffrau und Studentin der Medieninformatik. Seit mehreren Jahren setzt sie sich regelmäßig für soziale Projekte ein: 2009 organisierte sie beispielsweise im Rahmen eines Praktikums in Miami eine Fashionshow zur finanziellen Unterstützung eines Vereins für Kinder- und Jugend-Betreuung. Seit 2006 engagiert sie sich aktiv bei Mama Afrika e.V. gegen weibliche Genitalverstümmelung. „Als ich das erste Mal auf einer Veranstaltung von Mama Afrika einen Vortrag über weibliche Genitalverstümmelung hörte, war ich geschockt. Da meine guineanische Familie diese Tradition weder praktiziert noch unterstützt, erfuhr ich hier zum ersten Mal wie hoch der Prozentsatz der beschnittenen Frauen vor allem in Guinea ist und welche Folgen dieser Brauch hat. Seitdem setze ich mich dafür ein, dass die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung abgeschafft wird. Ich finde es wichtig, die Menschen darüber aufzuklären, welches Leid vielen Frauen weltweit wiederfährt. Als junge unabhängige Frau, die in zwei Kulturen aufgewachsen ist, wird mir immer mehr bewusst, dass gerade die junge Generation, die alle Chancen hat im Leben, aktiver werden muss, damit sich etwas ändert: Denn wir sind das Sprachrohr der Jugend.“
![]() Tiranke DialloVorstandTiranke Diallo wurde 1980 in Montpellier / Frankreich geboren, zog jedoch bereits im Alter von fünf Jahren zusammen mit ihren Eltern nach Berlin. Tiranke Diallo ist in der Personalabteilung eines Call Centers tätig. Sie ist Mutter eines süßen kleinen Mädchens. „Meine Familie stammt aus Guinea. Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Eltern nach Europa ausgewandert sind. Durch ihre Erfahrungen in Frankreich und Deutschland haben sie entschieden, mich nicht beschneiden zu lassen. Die Mädchen, die in Guinea aufwachsen, haben selten dieses Glück. Das ist der Grund, warum ich mich für Mama Afrika einsetze.“ ![]() Sékou Mohamed KabaMitarbeiter Mama Afrika _ StuttgartSékou Mohamed Kaba, geboren in Guinea / Westafrika, verließ bereits im Jahr 1993 seine Heimat, um in Deutschland zu leben. Nachdem er die ersten Jahre in Berlin verbracht hatte, zog er 2005 nach Böblingen im Raum Stuttgart. Kaba arbeitet in der Hotellerie im Bereich Service & Reception. „Ich bin Mitglied bei Mama Afrika e.V., weil ich den Kampf gegen die Beschneidung sehr gut und wichtig finde. Die weibliche Beschneidung ist in meinen Augen eine sehr grausame Tradition, mit der ich mich - insbesondere als Vater zweier Mädchen, die noch immer in Afrika leben – auseinander setzen muss. Als Mann habe ich wenig Einfluss, da die Frauenbeschneidung ein reines Frauenthema ist. Doch mir ist es wichtig, meine Töchter vor diesem Eingriff zu schützen.“ |




